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BMW hat ein neues Projekt!

15 Pendler aus Sachsen sollen über 12 Wochen BMWs ActivE Elektrowagen testen und dabei täglich zwischen 40 und 100km weit fahren. Zu Hause oder auf Arbeit sollen die Testpendler dann selbständig Ladestationen einrichten. So will man neue Erkenntnisse in der Elektromobilität (Theorie und Praxis) gewinnen.

                                          (Bildquelle: BMW)

Währenddessen stellt Tesla seinen nunmehr dritten Wagen (Model X) in Genf vor. An dem kleinen aber seriösen Stand kann man natürlich auch zwei Vertreter des Model S bestaunen, von dem ja noch in diesem Jahr einige in Europa ausgeliefert werden sollen. Die amerikanischen Model S-Besitzer sind durch die Bank weg total begeistert. Und die europäischen Besteller können es auch kaum noch erwarten.
Und immerhin schaffen Roadster, Model S und wohl auch das Model X bei moderater Fahrweise die von BMW anvisierten 160km hin UND zurück. Und zwar ohne zwischendurch laden zu müssen!
Da kann man nur hoffen, daß sich die elektromobilen Autohersteller in Genf den Stand von Tesla (Nummer 2150, wer es nicht weiß) mal ganz genau anschauen. Denn da kann man ja noch richtig was lernen.
Und für alle, die es nicht nach Genf schaffen, haben wir ein paar schöne Bilder zusammengestellt.



Eure Elsa T.

Belgier entwickeln Elektromotor ohne Seltene Erden

Herkömmliche Elektromotoren sind teuer, weil in ihnen Seltene Erden stecken. Das hemmt die Elektromobilität. Neue Motoren aus Belgien kommen ohne die Metalle aus.


EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat eine Vision: Bis 2050 will er benzin- und dieselgetriebene Autos von Europas Straßen verbannen. Der Este schwärmt von der hohen Lebensqualität, die dann erreicht würde: Er sieht Städte mit sauberer Luft und ohne Lärm vor sich. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Gerade 12.000 Elektroautos sind auf Europas Straßen unterwegs. Die Hersteller hängen bei der Einführung von Serienmodellen ihren Plänen weit hinterher.
Um das Geschäft endlich in Gang zu bringen, startet Kallas gerade eine Initiative, die mehr Ladestationen für Elektroautos schaffen soll. Doch elektrisch getriebene Vehikel haben ein schlechtes Image: Die Reichweite von gängigen Modellen liegt im Schnitt nur bei etwa 150 Kilometer. Zudem sind für Batterie, Elektromotoren und die Batterie-Autos erforderlichen Steuergeräte immer noch sehr teuer.
Das könnte sich bald ändern. Im flämischen Evergem, knapp eine Autostunde westlich vom Amtssitz des rührigen Brüsseler Kommissars, arbeitet ein kleines Team von Ingenieuren um John De Clercq an einem Motor, der die Zukunft der E-Mobilität stärker prägen könnte als alle Hilfsversuche der Politik.
Billiger und effizienter
De Clercq und sein Team beim Technikspezialisten Inverto haben einen Elektromotor für Hybridfahrzeuge und E-Autos entwickelt, der – anders als bisher dominante Antriebe, die mit Dauermagneten arbeiten – deutlich billiger ist. Denn der sogenannte Reluktanzmotor der Belgier kommt ohne Dauermagnete aus, in denen teure Seltenen Erden stecken.
Der bewegliche Rotor – das Herzstück des Elektromotors – besteht bei den Belgiern aus Eisen. Angetrieben wird er nicht von Dauermagneten, sondern von Spulen, die nur magnetisch werden, wenn Strom durch sie fließt. Damit ist der neue Motor nicht nur billiger, sondern verbraucht auch weniger Energie und erhöht zudem den Fahrspaß, weil höhere Drehzahlen schnittiges Überholen möglich machen sollen.
Inverto, als Ausgründung der Universität Gent gestartet, ist nicht das einzige Unternehmen, das an solchen Reluktanzmotoren arbeitet. Doch die Belgier sind laut Experten am weitesten. "In der zweiten Jahreshälfte testen wir die Motoren auf der Straße", kündigt De Clercq an.


Bild: © Uwe Zucchi/dpa

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