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Mittwoch, 20. August 2014

Tesla Pickup Truck: Eine schwere Aufgabe.

Ford F150 mit Tesla Schriftzug.
Schon im vergangenen Jahr berichteten wir von den Plänen des Tesla-Chefs, einen vollwertigen Pick Up zu bauen. Nun äußerte sich Elon Musk ein weiteres Mal dazu.

Nennen wir es den Tesla-LKW, Tesla Pickup Truck, Tesla-Kleintransporter oder den Tesla-150. Doch Tesla-Chef Elon Musk hat deutlich gemacht, dass der Elektroautohersteller plant, einen Pick-Up zu produzieren. Und in der Tat konnte er nicht deutlicher sein. Er plant ein Modell, welches mit den meistverkauften leichten Nutzfahrzeugen auf dem amerikanischen Markt zu vergleichen ist. Und das meistverkaufte Modell in diesem Segment ist der Ford F-150. Somit hat Tesla ein ganz klares Ziel vor Augen.

Für viele Menschen scheint die Idee von einem geräusch- und abgasfreien Truck aus dem Hause Tesla noch sehr weit hergeholt. Doch empfanden das die Leute nicht auch, als 2008 der Tesla Roadster auf den Markt kam? Oder 2012, als das Model S auf den Markt kam und die etablierte Premium-Konkurrenz in Grund und Boden fuhr! Auch das Tesla Model X wird dies wieder tun. Also warum nicht auch ein Pickup Truck, der endlich Schluß macht mit dem alten Gedankengut der anderen Hersteller?

Aber schauen wir doch einmal in das Land, wo die Pick-Up's zu Hause sind. Und in den Vereinigten Staaten ist es teilweise so, das die Hälfte der zugelassenen Fahrzeuge nun mal genau auf diese Fahrzeugklasse entfallen. Und in diesem Segment ist der Ford F150 noch einer der kleinsten Vertreter.
Und obwohl auch in den USA diese Fahrzeugklasse aufgrund ihres gewaltigen Durst's an fossilen Brennstoffen immer unbeliebter wird, fährt so mancher Möchtegern-Cowboy mit so einem Gefährt zum Brötchen holen oder ins Büro.

Laut Musk's Aussage teilt er die Pick Up-Besitzer in drei Kategorien ein: Wochenend-Krieger, Offroader und Arbeitstiere. Der Wochenende Krieger verwendet seinen Truck, um Freizeitgeräte (Boote, Wohnmobile, was auch immer sie haben) zu transportieren und gelegentlich in den Baumarkt zu fahren.  Der Geländewagenfahrer kauft sich solch ein Modell aus ähnlichen Gründen. Jedoch fährt dieser auch außerhalb befestigter Straßen. 

Schließlich sind noch diejenigen, die einen LKW für ihre Arbeit kaufen. Entweder als Nutzfahrzeug oder als Arbeitsgerät. Zu dieser Gruppe gehören Landwirte, Viehzüchter, Spediteure, Handwerker und so weiter.

Nehmen wir also an, dass Tesla einen Truck für den traditionellen Pickup-Truck-Markt in Konkurrenz zu den Bestsellern von Ford, GM, und Ram produzieren möchte. Wahrscheinlich wird dieser neue Elektro-Truck nicht für schweren Gelände-Einsatz konzipiert werden, jedoch wird auch diesen Fahrzeug, wie das kommende Model X, über einen Allradantrieb verfügen. Die wichtigsten Kriterien für die Käufer eines Tesla Trucks dürften ähnlich derer konventioneller Trucks sein. Im einzelnen bedeutet dies:

     V8-ähnliche Leistung mit rund 400 PS und 380 lb-ft
     Extended Versionen und viertürige Kabine Angebote
     Ladeflächengröße von 5,5 Meter mit Option für 7 Meter
     Anhängelast von über 3 Tonnen
     Nutzlast von 2.1 t bis 3.0 Tonnen
     Allradantrieb
     Reichweite unter Last von mindestens 150 Meilen
     Herkömmliches Design und Bereifung.





So könnte ein Truck von Tesla aussehen.

Diese Kriterien sind kaufentscheidend. Das jüngste Facelift des Toyota Tundra zum Beispiel galt ausschließlich dem Design, da die vorherige Generation des Tundra nicht aussah wie ein "bulliger Truck".
Nun, da wir die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Modell haben, schauen wir uns an was Elon Musk und Tesla tun müssten, um auch in diesem Segment erfolgreich zu sein.

Beginnen wir beim Antriebsstrang. Da wäre eine Leistung von ca. 400 PS sicherlich kein Thema. Das Model S hat bereits 421 Pferdestärken und das Model X wird wohl das eine oder andere mehr haben.
Doch während andere Wettbewerber auch in dieser Fahrzeugklasse einen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang einsetzen wollen, hat sich der Tesla-Chef erst kürzlich gegen solch einen Antrieb entschieden. Musk's Worte sinngemäß:
"Tesla ist und wird rein elektrisch bleiben"! 
Doch einen 3,5 Tonnen schweren Anhänger über 150 Meilen mit so einem großen Fahrzeug ziehen zu können, ist eine enorme Herausforderung für die Ingenieure. Aber ich bin mir sicher, dass auch dafür in den Schubladen bei Tesla eine Lösung zu finden ist.


Ein weitere Schwierigkeit wartet auf die Ingenieure bei dem Thema Off Road. Sollten die Akkus wie bei den aktuellen Modellen im Fahrzeugboden liegen, müßten diese sicherlich besonders geschützt werden. So wird für dieses Modell eine völlig neue Bodengruppe die beste Lösung sein.

Auch der Preis eines solchen Modells sollte überschaubar bleiben. Um mit dem F-150 und seinen Brüdern konkurrieren zu können, müsste der Tesla  etwa ab $ 30.000 / $ 40.000-Marke Einstiegs zu haben sein. Sicherlich sind potentielle Käufer bereit, 8-10 000 Dollar mehr zu zahlen, denn diese Kosten lassen sich durch die günstigeren Energie und Wartungskosten relativ schnell wieder armotisieren.
 

Die Schlussfolgerung? Es wird Zeit, dass endlich ein Unternehmen diesen riesigen Markt umweltfreundlich gestaltet. Und wenn es ein Unternehmen schaffen kann, dann ist das Tesla. Das Team um Elon Musk hat schon oft bewiesen, daß sie das Unmögliche möglich machen. Und unser Planet würde es uns danken.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sicherlich wird Elon Musik auch dieses Projekt zum Erfolg führen.

Alexander Larsson hat gesagt…

Ein Tesla Pickup Truck: eine enorme Vorstellung von einem E-Auto mit vielen PS. Da soll nochmal jemand sagen, E-Autos wären nicht sexy oder wenig beeindruckend. Da wuerde ich sogar noch meinen Ford B-Max, den ich vor einiger Zeit hier via auto-outlet.ch gekauft hatte, sein lassen. Auch ein tolles Auto, aber wer wuerde zu so einem Tesla Pickup Nein sagen...

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