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Freitag, 31. Juli 2015

News: Könnte der Gigafactory das Lithium ausgehen?

Die 5 Großen in der Battery- Produktion. (Bild:©Kirill Klip)
Tesla steht für erstklassige Elektroautos auf der ganzen Welt. Und mit was fahren Elektroautos? Richtig. Mit Akkus. Und diese werden momentan zum großen Teil auf Lithium-Ionen Basis gebaut.
Und dies ist das Problem.
Denn wo kommt Lithium her? Schon wieder richtig, Aus der Erde. Doch die Vorräte an Lithium sind stark begrenzt. Lithium hat in der Erdkruste einen Anteil von etwa 0,006 %. Das identifizierte Lithiumvorkommen der Erde wird auf mehr als 29 Millionen Tonnen, die Vorratsbasis auf 13 Millionen Tonnen (Stand: 2011), und die Reserven werden auf 4,1 Millionen Tonnen geschätzt (Stand: 2009). Und danach? So könnte schon in wenigen Jahren dem Lithium das gleiche Schicksal wie anderen Bodenschätzen drohen. Einfach aufgebraucht.
Und als ob das nicht schon genug an düsteren Prognosen wäre, kommt auch noch die Politik ins Spiel.

Der Lithium Gürtel in Südamerika. (Bild:©ILC)
Und somit ist Streit vorprogramiert. Da Lithium relativ selten ist, ist der Abbau dieses Leichtmetalls in großen Mengen nur an vereinzelten Stellen weltweit lukrativ.
Und von all diesen Vorkommen, ist das für die Gigafactory interesanteste in Südamerika. Hoch in den Anden befindet sich ein etwa 160km² großes Gebiet, wo große Lagerstätten von dem Leichtmetall sind.
Nun streiten sich die ILC (International Lithium Corp.) und Chilenische Politiker
um Rechte und wieder mal sehr viel Geld. Und ganz nebenbei, aber wahrscheinlich nicht so interessant liegt dieses Fördergebiet am Rande der Atacama Wüste und ist ein Naturreservat.
Aus unserer Sicht ist die Lithium Versorgung weltweit mehr als schwierig und könnte schnell zusammenbrechen. Doch genau diese ist wichtig für die weitere Verbreitung von Elektrofahrzeugen und Solarspeichern heutiger Bauart. Und da können wir uns stundenlang über Fahrleistungen und Reichweiten u.s.w. von Elektroautos austauschen.
Denn ohne Antriebsakku passiert da einfach nix mehr.
Und wenn Buldoser Naturschutzgebiete einfach platt machen, wo ist denn da der Umweltschutz? Der grüne Grundgedanke des elektrischen Fahrens?
Tesla ist in vielen Bereichen ein Vorreiter. Warum gehen sie nicht auch bei der Akkutechnik einen neuen Weg? Graphen ist einer der vielversprechenden Stoffe, die in der Akkutechnik eine Revolution auslösen könnte! Anstatt eine oder mehrere Wüsten umzubuddeln "einfach" einen neuen, nicht halb so umweltschädlichen Stoff einzusetzen. Das wäre grünes Denken bis zum Schluß.

2 Kommentare:

raleG hat gesagt…

1. Glauben Sie wirklich Elon Musk baut für 5 Mrd. Dollar eine Gigafactory ist dann überrascht: "Ups, es gibt ja gar kein Lithium mehr"?!?
2.Lithium ist nicht umweltschädlich.
3.Schon mal einen Salzsee in der Hochebene gesehen? Dort lebt kein Mensch freiwillig, steht kein Baum oder sonst was. Wenn dort Tagebau betrieben wird, ist das so, als würde man auf der Rückseite des Mondes Tagebau betreiben - es stört niemanden - auch nicht die Umwelt.
4. Genauso wenig im Untertagebau

raleG hat gesagt…

Ich habe jetzt nochmal gerechnet:
Allein mit der Vorratsbasis von 13 Millionen Tonnen Lithium und einem Lithiumanteil von 140g/kWh eines Lithiumakkus könnte der weltweite Fahrzeugbestand (1,15 Mrd Kfz) mit einem 80 kWh großen Akku ausgestattet werden.
Zukünftig werden etwa 80-90g/kWh Lithium benötigt, macht 1,8 Mrd Kfz.

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