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Dienstag, 5. Januar 2016

EV,s: Faraday Future stellt sich bei der CES vor.

Faraday Futureś 1. Serienmodell soll ein direkter  Model X Konkurrent werden wie Insider berichten. (Bild:©Faraday Future)
Schon seit Monaten geistert der Name Faraday Future durch die Autowelt. Doch wer steht hinter diesem 2014 gegründeten Unternehmen? Was für Fahrzeuge wollen sie bauen? Seit heute wissen wir mehr.

Mit knappen Worten kann man das Vorhaben von FF wie folgt beschreiben: Hauptkonkurrent von Tesla Motors werden.
Heute nun haben die Kalifornier sozusagen die Katze aus dem Sack gelassen und ihr Concept Car "FFZERO1"vorgestellt
Das Konzeptfahrzeug besticht durch einen glatten Körper. Geformt von der Aerodynamik und rund um den Fahrer, wie es so schön in der Marketingsprache heißt. Der Elektrosupersportler nimmt in seinem Inneren nur eine Person auf. Wie es auf den Bildern aussieht, ist der Fahrer in seiner Position um rund 45 Grad geneigt. Der Pilot blickt auf digitale Infos, die in einem schmalen Träger eingespielt werden. Im Rennlenkrad sitzt quer positioniert das Smartphone. Darüber sollen sich im Einsitzer sämtliche Funktionen steuern lassen.

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)
Seine Kraft schöpft der Faraday Future FFZERO1 aus vier Elektromotoren. Sie leisten zusammen über 1.000 PS und beziehen ihre Energie aus einer zentral angeordneten Batterie, die sich über modular aufgebaute Zellen zusammensetzt.
Der Faraday Future FFZERO1, der auf der CES 2016 in Las Vegas vorgestellt wurde, baut auf der Variable Platform Architecture (VPA) der US-Firma auf. Die 96 km/h (0-60 mph) knackt er in unter drei Sekunden. Über die Straße soll der Elektrosportler mit über 320 km/h surren können.
Der hohe Topspeed soll durch eine ausgeklügelte Aerodynamik ermöglicht werden. Kanäle sollen die Luft durch das Chassis führen und so den Luftwiderstand reduzieren. Gleichzeitig leiten die Ingenieure Teile der Frischluft zur Kühlung an die Batterie und die Motorperipherie weiter.
Autonomes Fahren soll auf der Straße und der Rennstrecke möglich sein.

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)
Faraday Future residiert in Kalifornien in einem ehemaligen Nissan-Entwicklungszentrum und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. 2016 will man das Unternehmen auf 300 ausbauen. Für die Umsetzung der Pläne hat man sich geballte Kompetenz ins Haus geholt.

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)

Das Concept Car FFZERO1(Bild:©Faraday Future)
Wie das US-Magazin Motortrend berichtete, gehören zum Team von Faraday Future unter anderem Nick Sampson, der von Tesla kommt und dort das Chassis des Model S entwickelt hat, Designchef Richard Kim, der das Design von BMW i8 und i3 mitentwickelt hat, und Silva Hiti, der bei GM für den Antriebssterang des Volt verantwortlich war. Hinzu kommen der Interieurdesigner Pontus Fontaeus, der für Lamborghini, Ferrari und Land Rover gearbeitet hat, Page Beermann, Ex-BMW-Exterieurdesigner. Porter Harris, ein Batteriespezialist der von SpaceX zum Team gestoßen ist,hat vor wenigen Tagen via seines LinkedIn Profils den Ausstieg bei Faraday Future mitgeteilt. Dieser arbeitet nun bei Lotus als “CEO & Janitor”.  Den finanziellen Background für das Projekt liefert der milliardenschwere Chinese Yueting Jia, Gründer des jungen chinesischen Internet- und Technologieunternehmens LeTV.



Gebaut werden soll das neue E-Auto in den USA in einem Werk in Nevada. Dazu will Faraday rund eine Milliarde Dollar investieren und so 4.500 Arbeitsplätze schaffen. Rechnen kann Faraday dabei mit einer direkten finanziellen Förderung und steuerliche Nachlässe in Höhe von 335 Millionen US-Dollar, verteilt auf die nächsten 20 Jahre durch den Bundesstaat Nevada, meldete die "Automobil Produktion". Die Fördermittel sollen allerdings erst einmal auf ein Treuhand-Konto geparkt werden. Die Auszahlung erfolgt erst, wenn die Ankündigungen realisiert werden.
Nüchtern betrachtet ist bei den großen Ankündigungen nicht neues dabei. Denn im Prinzip baut Faraday Future auf die gleiche Technologie wie Tesla. 
Hinzu kommt, dass das 1. Modell schon für 2017 angekündigt ist, obwohl überhaupt keine Frabrik besteht, wo dieses gebaut werden könnte.
Man darf gespannt sein, ob sich alle Pläne umsetzen lassen.

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